Blogartikel: Gefühlswelt essgestörter Frauen

Essgestörte Fühlen mehr

Frauen, die an einer Essstörung leiden, reagieren oft feinfühliger, empfindsamer und sensibler auf ihre Umgebung, als dies andere Menschen tun.  Es ist, als seien ihre Gefühl-Antennen ständig auf Empfang. Dies führt in der Regel dazu, das genau diese Frauen verständnisvolle Zuhörer sind und sich gut in andere hineinversetzen können. Dies ist Segen und Fluch zugleich, denn im Gegenzug gehen genau diese Frauen oft leer aus. Freunde und Angehörige sind schnell überfordert, wenn sie sich mit den tiefgründigen Gedanken und Fragen Essgestörter konfrontiert sehen: "Du machst dir einfach zu viele Gedanken", "Du darfst nicht ständig was hineininterpretieren." Hier schließt sich wieder einmal der Teufelskreis: Die Betroffene erfährt anstatt eines ebenbürtigen Zuhörers die Botschaft: "Du bist nicht richtig" - "Du musst dich ändern".

Viele Frauen, die zu mir in die Beratungspraxis kommen, klagen darüber, sich kaum verstanden zu fühlen und das nicht nur in Verbindung mit der Essstörung. Sie fühlen sich einsam und nicht richtig in dieser Welt. Sie werden zwar als "gute Freundin" deklariert, dienen aber gerne als "Mülleimer" für die Probleme der anderen. Die innere Leere und die Einsamkeit kompensieren sie dann mit Essen oder aber verstärktem Hungern. Das Essen füllt "das Loch" in ihnen, das nagende Hungergefühl schenkt vertrauen, in die eigenen Stärken. Wie kommen Betroffene aus diesem Dilemma wieder heraus?   ...... Fortsetzung folgt...

Geht es euch genauso?

Schreibt mir bitte eure Erfahrungen zu dem Thema ...


Mirjam Kettner

www.beratungsgespraeche-fuer-frauen.de


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