Essstörungen - woher kommen sie ?

Wie entstehen Essstörungen ?

Im Grunde ist es mit der Entstehung einer Esserkrankung wie beim Kuchenbacken. Viele Zutaten müssen in richtiger Dosierung zusammenkommen, damit ein Kuchen entstehen kann. Die "Zutaten", die für die Entstehung einer Essstörung zusammenkommen müssen, kann man in 3 Bereiche gliedern:

Prädisponierende Faktoren

Sie erhöhen das Risiko für die Entstehung einer Essstörung und bilden die Grundlage ("Kuchenteig) .

Biologische Faktoren: z.B. Stoffwechselstörungen, vererbte Neigung zu Übergewicht, Depressionen etc.

Soziokulturelle Faktoren: z.B.  Schlankheitsideal der Gesellschaft, Einfluss von Familie und Freunden

Familiäre Faktoren: z.B. Überbehütung, hohe Leistungsorientierung, Mangel an Konfliktbewältigungsstrategien.

Individuelle Faktoren: z.B. geringes Selbstwertgefühl, Perfektionismus, dysfunktionale Grundannahmen

Diese Faktoren für sich allein lassen die Essstörung aber NOCH NICHT ENTSTEHEN !

Hinzu kommen:

Auslösende Faktoren

Kritische Lebensereignisse bzw. Ereignisse, denen sich die Person nicht gewachsen fühlt: z.B. Trennungserlebnisse, Umzug, Tod einer nahestehenden Person, Stress....

 

Positive Rückmeldungen: z.B.  Komplimente aufgrund des Gewichtsverlustes haben eine verstärkende Wirkung, da sie das Selbstwertgefühl erhöhen.

 

Zusammenfassung:

Prädisponierende Faktoren + Auslösende Faktoren

=

Essstörung


Über welchen Zeitraum eine Essstörung besteht, wie schwerwiegend ihr Verlauf ist und wie gut die Heilungschancen sind, hängt zudem noch von einem weiteren Faktoren ab:

 

Aufrechterhaltende Faktoren

Gezügeltes Essverhalten

Stress

Fehlende Bewältigungsstrategien: z.B. Vermeidung, Verdrängung...

Dysfunktionale Gedanken: z.B. "Ich bin nur etwas wert, wenn ich Leistung bringe..."

Unterstützendes Umfeld: Partner/Eltern nehmen der Betroffenen Verantwortung ab, schonen sie...

 

Mirjam Kettner

beratungsgespraeche-fuer-frauen.de


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